Gesangsunterricht

So vieles gibt es über das the Art, Gesang zu unterrichten zu sagen …

… hier nur einige Gedanken, die Einblick in mein Pädagogisches Konzept geben …

„Sie hab´n a Haus baut …“ (Arik Brauer, 1971)

Wenn man ein Haus baut, muss man zuerst das Fundament ausheben, zuerst den Keller mauern, dann Ziegel auf Ziegel zu einer Mauer hochziehen, dazu die Fenster und Türen einbauen und schließlich das Dach aufsetzen.Man kann nicht mit dem Bau der Mauer oder des Dachstuhls beginnen, ohne das Fundament und den Keller gefertigt zu haben.

Fundament und Keller stehen für die Grundtechnik, die notwendig ist, um das Instrument Stimme zu beherrschen.

Mauern, Fenster und Türen symbolisieren den Prozess nach Erlernen der Grundtechnik – wie entwickle ich meine Stimme, in welche Richtung möchte ich als SängerIn gehen, welche Musik möchte ich machen – wie soll mein Haus aussehen?

Dabei wird nicht nur das Design ausgebaut, sondern auch nach und nach weiter an der Technik gefeilt – je höher die Mauern sind ist, desto stabiler wird das Gebäude.

Der Dachstuhl fixiert, die Ziegeln decken das Haus.

Sein Instrument zu erlernen ist ein Prozess, der stetig weitergeht; es gibt immer wieder Neues zu entdecken und zu lernen. Meiner Meinung nach ist es aber sehr wichtig, als Instrumentalist an einem Punkt angelangt zu sein, an dem man sich auf seine erlernte Technik verlassen und mit seinem Instrument zufrieden seine Musik machen kann.

Um bei der Hausbau-Allegorie zu bleiben: Nicht jede/r, der/die an ihrem Instrument Stimme arbeiten möchte ist in dem selben Stadium:Es gibt neben Anfängern, bei denen es wichtiger ist am Fundament zu bauen SängerInnen, die weiter entwickelt und/oder sehr talentiert in verschiedene Richtungen sind.

In letzteren beiden Fällen freue ich mich über bereits Erlerntes, Naturgegebenes und baue an dieser Stelle gemeinsam weiter, ohne bereits aufgebaute gute Techniken umzuwerfen, sondern zu verfeinern und in der Entwicklung zum/r SängerIn unterstützend einzuwirken.

Motivation.

In der Grube zu stehen und am Keller zu arbeiten, ohne die Vision vom fertig gebauten Haus im Kopf zu haben kann sehr mühsam und spaßbefreit sein. Motivation ist für das „Dranbleiben“ am Erlernen der Grundtechnik wichtig und formt das Design des Hauses vor, das sich nach Wunsch des Schülers entwickeln soll.

Neben dem Aufbau der Grundtechnik möchte ich mit meinen SchülerInnen auf ihr individuelles Ziel hin arbeiten.

Beim Kennenlernen jedes Schülers stelle ich wichtige Fragen:

  • Warum möchtest du mit mir arbeiten, welches Ziel möchtest du mit mir erreichen?

Gemeinsam legen wir ein Ziel fest, an dem wir neben der Grundtechnik ebenso Schritt für Schritt arbeiten und nicht aus den Augen verlieren.

Hier sind einige Ziele, die ich mit Schülern bearbeitet habe:

•Ich möchte in einer Band als Frontfrau, -mann singen.

• Ich möchte gerne im Chor singen, ohne „hinauszufallen“.

• Ich möchte gerne singen, um mich von Alltagsstress zu befreien.

• Ich möchte gerne die Aufnahmeprüfung an einer/m Schule/Institut machen und möchte mich optimal dazu vorbereiten.

• Ich möchte gerne bei der Hochzeit meiner Schwester/meinem Bruder singen.

• Ich habe bereits Erfahrung und möchte mich für Auftritte optimal coachen lassen.

•Ich möchte durch Singen meine Sprechtechnik verbessern, um in meinem Beruf einige Stunden sprechen zu können, ohne Schmerzen zu verspüren.

Methodisches – Melodisches.

Nach diesen einfachen Grundbausteinen:

  • Erlernen der Technik
  • Individuelles Ziel – Motivation

arbeite ich mit meinen Schülern Schritt für Schritt am Bau ihres individuellen Hauses.

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